Alleine als Frau unterwegs,  Alleine Reisen,  Asien,  Backpacking,  Fernweh & Wanderlust,  Reisearten,  Vietnam

Easyrider Tour von Hue nach Hoi An

Nach dem Nachtzug ist vor der Easyrider Tour

Nach Hue bin ich eigentlich nur gereist um mich auf die Suche nach einem Easyrider zu machen, der mich über den Hai-Van-Pass (Wolkenpass) mit dem Motorrad fährt. Üblicherweise starten die Touren über den Wolkenpass von Hue nach Da Nang. Nach 8 h Nachtzug war ich gerade dabei mit einem Grab Motortaxi Richtung Unterkunft zu fahren, als wir auf halber Strecke von einem anderem Biker angequatscht wurden. Da ich bereits gute Erfahrungen mit dem „einfach mal anquatschen“ in Vietnam gemacht habe (ganz anders als in Thailand) und Mr. Tien mir sympathisch war, lies ich mich darauf ein und lies von Mr. Tien etwas zu seinen Touren erzählen. Mr Tien zeigte mir sofort sein Referenzbuch welches nur so von guten Bewertungen strotzte. Nach einem typischen vietnamesischem Kaffee und zwei weiteren Referenzbüchern, willigte ich ein eine Tour von Hue nach Hoi An in zwei Tagen mit einer Übernachtung zu machen. (Wenn du Infos zu den Preisen haben willst, schreibe mir doch bitte eine E-Mail). 

Folgender Blog ist sehr ehrlich geschrieben, denn mir hat trotz der guten Bewertungen nicht alles bei dieser Easyrider-Tour gefallen, aber lest selbst! 

 

Tag 1  Hue Sehenswürdigkeiten

In Hue gibt es auch einiges zu sehen, einige Sehenswürdigkeiten kannst du gut zu Fuß erreichen, andere nicht und sind bei den Temperaturen lieber per Grab oder Motorbike zu erreichen. Wir fuhren also direkt um 08:30 Uhr zu zwei der weiter entfernten Sehenswürdigkeiten in Hue: 

Thien Mu- Pagoda (Chùa Thiên Mụ; Hán tự: 天姥寺; oder auch Linh Mụ, 靈姥 )

Die Thien-Mu-Pagode ist am Flussufer, ca. 4 km vom Zentrum entfernt. Nach der Geschichte hatte Fürst Neuyen Hoang die Pagode 1601 gegründet nachdem ihm mehrfach eine Frau in seinen Träumen erschienen ist um ihm mitzuteilen, wie magisch dieser Ort sei (Quelle Stefan Lose, Vietnam). Der Besuch der Pagode ist kostenfrei. 

Tempel der himmlischen Mutter

Die Dien Hon Chen liegt etwa 5 km entfernt von der Thien-Mu-Pagode. Der Tempel liegt auf einem Berg und markiert hiermit den Punkt der Verehrung von der Cham Göttin Po Nagar zur vor-vietnamesischen Zeiten. Die Vietnamesen benannten den Ort anschließend Thieß Ya Na, himmlische Mutter.

 

Chùa Thiên Mụ; Hán tự: 天姥寺; oder auch Linh Mụ, 靈姥, am nördlichen Ufer des Parfüm- Flusses
Nördliches Ufer Parfüm Fluss in Vietnam (Hue)
Nördliches Ufer Parfüm Fluss in Vietnam (Hue)
Tempel der himmlichen Mutter in Hue
Tempel der himmlichen Mutter in Hue
Fahrt zur Grenze von Laos

Nach den Sehenswürdigkeiten in Hue fuhren wir aus der Stadt raus, über Berge und Täler an Wasserfällen vorbei bis zur Grenze von Laos. Mr Tien machte immer wieder Stopps damit ich Fotos schiessen konnte. Des Weiteren haben wir mehrere Ess-und Trinkpausen gemacht. 

Nach dem Mittagessen erreichten wir die Grenze von Laos um anschließend weiter in die Berge zu fahren. 

Viele kleine Wasserfälle haben uns auf dem Weg von Hue nach Laos begleitet.
Viele kleine Wasserfälle haben uns auf dem Weg von Hue nach Laos begleitet.
Fast in Laos. Grenzschild Laos
Fast in Laos. Grenzschild Laos
Besuch eines Dorfes. 1 Seltsame Situation

Auf einem kleinen Berg gelegen, befand sich ein kleines Dorf welches nur mit einer schmalen Brücke zu erreichen ist. Das Dorf hat ca. 30 Einwohner und war schon auf unseren Besuch „vorbereitet“. Ich sollte mit den Besuchern Fotos machen und im Gegenzug erhielten diese jeweils 3 Lollies (Mr. Tien hatte diese bereits in der Tasche). 

Ich wollte eigentlich keine Fotos machen und wollte einfach nur weg. Ich fand dieses Beschauung der Einwohner mit den gestellten Fotos einfach nur fremd. Ich hatte mich in dieser Situation nicht wohlgefühlt. Auch weil ich nicht der „ich bin bei den Einheimischen, hier seht meine Beweisfotos“ Instagramer bin. Wohlgemerkt ist das ein subjektives Empfinden. Mir war aber auch nicht klar, wie ich Mr. Tien klarmachen konnte, das diese Art von „real Vietnam“ für manche eher das Gegenteil von „Adventure“ bedeutet. Also lies ich das einfach mal so stehen. 

Am Abend fuhren wir dann zur Unterkunft wo noch ein anderer Easyrider mit einem Touristen Zimmer gebucht hatten. Die Unterkunft war einfach, aber für eine Nacht Ok. Mr. Tien und ich haben dann anschließend noch zu Abend traditionell Vietnamese gegessen. Es gab Fisch, Reis, Gemüse und Springrolls.

 

Traditionelles vietnamesisches Abendessen mit Mr.Tien in dem kleinen Dorf am 1. Tag
Tag 2 Fahrt nach Hue

Am zweiten Tag ging es um 8 Uhr los nach Hue. War der erste Tag viel von Pausen geprägt, ging es am zweiten Tag mehr darum Kilometer hinter sich zu bringen. Wir hielten jedoch an einigen Spots, ich machte Fotos von einer Bananenplantage, von einem riesigen Erdnussfeld, Teefeldern und vielen anderen tollen Landschaften. 

Landschaft pur. Vietnam hat einiges zu bieten.
Du liebst Tee? Dann bist du in Vietnam genau richtig- eine Kaffee- und Teenation!
Ho-Chi-Minh-Pfad Vietnamesisch: Đường mòn Hồ Chí Minh
Da Nang Wolkenpass: Einmal hoch und zurück

Mein absolutes Highlight der Tour!
In Da Nang angekommen fuehren wir den Wolkenpass von unten nach oben und von oben nach unten, als hoch und runter. Oben angekommen hielten wir an einem amerikanischen Stützpunkt, bekannt auch als die Touristenmassenanlaufstelle. So schlimm, dass teilweise auf den teilweise kaputten Stufen arg gedrängelt wurde. Ich machte wie alle anderen Menschen dort Fotos von der atemberaubenden Aussicht und ging dann wieder zurück zu Mr. Tien. 

Letzter Stopp: Wir fuhren weiter in Richtung Da Gang City wo wir beide noch einmal gemeinsam zu Mittag gegessen haben. 

hai Van Pass, der Wolkenpass! Eine der schönsten Aussichten, die ich jemals in meinem Leben bislang gesehen habe!
Aussichtsplattform Da Nang

Die Tour ging noch etwas weiter nach dem Mittagessen. Mr. Tien fuhr mich zur der höchsten Aussichtsplattform in Da Nang, eine Pagoda die man mit dem Fahrstuhl erreichen kann. Die Nutzung der Treppen ist kostenlos (mehr als 500), der Fahrstuhl kostet umgerechnet 80 Cent. Da man nur Baustellen sehen konnte (für neue Hotelbunker), habe ich kein Foto davon gemacht. 

Ankunft Hoi An

Final brachte mich Mr. Tien nach Hoi An. Leider nicht direkt in meine Unterkunft, sondern zu einem Schneider bei dem ich mir dezent etwas schneidern lassen sollte. Tatsächlich war ich auch in Hoi An um mir was schneidern zu lassen, jedoch nicht unter Druck. Um höflich zu sein, schaute ich bei dem Schneider interessiert , kaufte aber nichts. Natürlich stand der Schneider mit dem Easyrider in einer Geschäftsbeziehung, das war mir in diesem Moment relativ gleichgültig. Ich wusste ich bleibe noch ein paar Tage und hatte somit keinen Stress mir einen passenden Schneider zu suchen. Nach diesem Besuch fuhr Mr.Tien mich zu meiner Unterkunft. Ich war froh, denn die beiden Tage auf dem Motorrad haben doch etwas geschlaucht. 

Hoi An- Stadt der Schneider in Vietnam. Nicht nur die schönen Luftballons machen die Stadt zu einem Touristenmagneten.
Wie könnte es anders sein, steht die Altstadt des 75.000 Einwohner Städtchens unter dem Schutz der UNESCO und wurde zum Weltkulturerbe ernannt. Hoi An wuchs im 16. Jahrhundert zu dem bedeutendsten Handelshafen in Vietnam heran, denn hier wurde der Handel zwischen China und Japan abgewickelt.
ie könnte es anders sein, steht die Altstadt des 75.000 Einwohner Städtchens unter dem Schutz der UNESCO und wurde zum Weltkulturerbe ernannt.
Das ehemalige Fischerdorf war einst der bedeutenden Fischerhäfen im 16. Jahrhundert.
Easyrider Verhältnis zu anderen Vietnamesen

Mir ist immer wieder aufgefallen, dass die Vietnamesen nicht wirklich viel von den Easyridern halten. Vielleicht ist das der Tradition und der Religion geschuldet. Easyrider haben keine Familie, keine Frau, keine Kinder. Sie leben davon durch Vietnam zu reisen und Touris „versteckte“ Orte zu zeigen. Sie gelten somit als ungebunden und vielleicht auch unverbindlich. Ich merkte immer wieder dass die Vietnamesen den Easyridern eher gegenüber distanziert sind. Weiterhin erfuhr ich von Mr Tien, dass er wirklich keine Familie hat jedoch einen festen Wohnsitz in Hue. Mehr erzählte er jedoch nicht und ich fragte auch nicht. 

Fazit zur Easyrider-Tour in Vietnam

Mr. Tien bat mich am Ende auch etwas in sein Referenzbuch zu schreiben. Ich gab ihm natürlich eine gute Bewertung, es waren auch tolle 2 Tage mit vielen Sehenswürdigkeiten, die ich im Alleingang so wahrscheinlich nicht gesehen hätte. Ich habe viel von Vietnam gesehen, Land und Leute kennengelernt. Dass wir für mich zu viele Foto-Stopps gemacht haben, ist meine subjektive Meinung. Auch das negative Gefühl, dass ich in dem kleinen Dorf am ersten Tag hatte. Es ist auch klar, dass die Tour für Touristen angelegt ist und natürlich da auf die breite Masse eingegangen wird. Ich bin mit Mr. Tien sehr zufrieden gewesen und hatte sich auch nicht wie eine Werbe- Kaffeetour angefühlt. 

Meine Tipps fur deine perfekte Easyrider Tour
  • Vertrauen ist alles, du solltest dich immer mit deinem Easyrider wohlfühlen. Ist es nicht so, brich die Tour ab. Ich habe die Erfahrung in Asien gemacht, das langes Diskutieren, bzw ansprechen nichts bringt. Sei es die Sprachbarriere oder die Kultur die zu Missverständnissen führen können. 
  • Festes Schuhwerk
  • Dünne Jacke und lange Hose
  • Gute Laune und einen Fotoapparat oder Handy (eine Gopro hat sich da auch sehr bewährt!)
 
Du hast noch Fragen zu einer Easyrider Tour? Dann schreibe mir doch eine E-Mail oder stelle deine Fragen in den Kommentaren. 
 

Bitte habe Verständnis, dass die Bilder von mir gemacht wurden und ich diese auch nur auf meiner Website sehen möchte. Interessierst du dich für eins oder möchtest noch andere sehen, schreibe mich gerne an!

Hobbyreisende und Teilzeitbloggerin mit einem Faible für Asien. Jobs fill your pocket, adventures fill your soul

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.